Was ist das Eine Sein?

Ein wesentlicher Aspekt unserer irdischen Wahrnehmung der Welt besteht darin, dass wir uns als getrennt von ihr erfahren. Darum fühlen wir uns
- getrennt von unseren Mitmenschen, von der Natur und der Erde
- getrennt von Gott und der ganzen Schöpfung.
- In der Essenz fühlen wir uns Getrennt von dem Göttlichen in uns oder der göttlichen Flamme in unserem Herzen.
Aus diesem sich getrennt Fühlen entsteht all unser Leid, unsere Ängste, Schuldgefühle, Einsamkeit und alle Emotionen, wie Wut, Hass, Neid.
In diesem Bewusstsein trennen wir auch die Polaritäten Licht und Dunkel, Gut und Böse voneinander. Dadurch glauben wir, dass nur ein Pol der Richtige und Wahre ist und der andere als falsch oder gar als teuflisch betrachtet und bekämpft wird. Doch dadurch verstärken wir die Trennung nur noch mehr, statt Verbundenheit zu schaffen.
Durch das Polarisieren in Gut und Böse, betrachten wir uns in der Regel selbst als gut und suchen automatisch nach jemanden der aus unserer Sicht böse ist. Diesen anderen, das können Politiker, Organisationen, politische Einstellungen oder Lebenseinstellungen sein, bekämpfen wir dann. Doch fühlen wir uns dadurch wahrhaftig besser und verändern wir so wirklich etwas in unserem Leben zum Guten? Falls wir das, was wir bekämpften, besiegen konnten, waren wir dann wirklich zufriedener oder kam stattdessen etwas Neues, gegen das wir dann wieder ankämpfen mussten?
Für mich besteht die Lösung deshalb darin, den inneren Kampf zu beenden und alles in uns so zu akzeptieren, wie es ist. Dadurch finden wir innerlich zu mehr Selbstliebe, Frieden und Freiheit. Nach dem Prinzip „wie innen, so außen“ können wir dann die Welt im Außen so annehmen, wie sie ist und finden zu mehr äußerlichem Frieden, Freiheit und Lebensfreude.
Durch das Erfahren der Einheit oder des Einen Seins, sind wir offen für die Impulse des Höheren Selbst, der geistigen Führung oder durch Gott oder der Quelle, wir immer wir die höhere Macht nennen, welche unser Leben leitet. Dieses Bewusstsein der Einheit wird unter anderem auch Christus-Bewusstsein, ICH BIN Gegenwart oder Lichtbewusstsein genannt. Dabei verwende ich das Wort „Licht“ hier nicht im Sinne der Auseinandersetzung von Licht und Dunkel, sondern als das alles umfassende vereinende göttliche Licht.
Vereinend ist auch die Öffnung unserer Herzen, denn unser Herz polarisiert nicht, es verurteilt nicht, es liebt, fühlt mit und nimmt an. Jeder Mensch hat ein liebendes Herz und Zugang zu diesem höheren Bewusstsein, weil wir alle göttliche Wesen sind und einst aus den höchsten kosmischen Ebenen hier in diese irdische Welt der Trennung gekommen sind. Wenn wir über den inneren Weg aufhören, uns selbst zu bekämpfen, zu verurteilen oder Schuldvorwürfe zu machen, erfahren wir uns selbst wieder als göttliches Wesen und erkennen das Göttliche überall in dieser Welt und in jedem Menschen.

